Hier ein Text, den ich etwa drei Wochen nach der Flut geschrieben habe. Er zeigt, mit welchen Problemen wir hier zu kämpfen hatten. Im Nachhinein muss man aber auch zugeben, dass die Verantwortlichen hier im Tal mit dieser Situation überfordert waren und trotzdem alles ihnen Mögliche getan haben, oft auch über ihre Kräfte hinaus, um die Situation zu verbessern. Erste Kritik an dem Katastrophenmanagement und den fehlenden Warnungen der Bevölkerung wird laut. Der Text selbst leitet eine Auswahl an Panoramen der Zerstörungen von Schuld und Insul ein, da ich zu diesem Zeitpunkt eine Veröffentlichung aller Fotos nicht in Sinn hatte.
Am 14. / 15.07.2021 zerstörte eine Hochwasserwelle alle an der Ahr gelegenen Orte. Ebenfalls betroffen waren Erft, Urft, Kyll und sämtliche Nebenflüsse. Selbst kleine Abwassergräben, Seifen (so nennt man hier Abflussrinnen im Wald), Waldwege und Abhänge verwandelten sich in reißende Flüsse, die Hangrutsche, Auswaschungen und Unterspülungen verursachten. Im gesamten Westen Deutschlands liefen Keller voll, Straßen wurden zerstört, viele Duzend Brücken wurden niedergerissen. An ganzen Straßenzügen wurden sämtliche Häuser dem Erdboden gleich gemacht. Tausende Existenzen wurden von einem Moment auf den anderen vernichtet. 181 Menschen verloren ihr Leben (134 Tote im Ahrtal und noch zwei Vermisste, 48 Tote in NRW - Stand 15.10.2021.) Davon waren fünf Angehörige unserer Nachbarin (Sohn, Schwiegertochter und drei Enkel), die in Ahrbrück beim Einsturz eines Hauses umkamen.
Wenn ich hier einige Panoramen der Zerstörungen aus unseren Nachbarorten Insul und Schuld zeige, möchte ich anmerken, dass ich kein Gaffer bin. Daher entstanden diese Bilder 14 Tage nach der Katastrophe und mit jeweils dem Einverständnis der Ortsbürgermeister Ewald Neiß (Insul) und Helmut Lussi (Schuld) sowie in Begleitung des Verkehrsvereinsvorsitzenden Schuld Helmut Reuter (nur die Bilder aus Schuld). Ich möchte mich ausdrücklich von all den Gaffern und Katastrophentouristen distanzieren, die in den ersten Wochen hier auftauchten, die Rettungsarbeiten behinderten und ausschließlich aus egoistischen Motiven handelten. Durch sie wurde nicht nur die Würde der Flutopfer beschmutzt, sie machten auch großflächige Polizeikontrollen erforderlich, die uns Einheimische zusätzlich zu all den Schäden an der Verkehrsinfrastruktur behinderte haben. Zu den zerstörten Straßen nur eine persönliche Erfahrung kurz nach der Flut: Um von Adenau nach Hause, also nach Sierscheid zu gelangen, was normalerweise bei ca. 19 km etwa 15 Minuten dauert, brauchte ich geschätzte 100 km und zwei Stunden Umweg durch die halbe Eifel, weil jede, aber auch wirklich jede neuralgische Verkehrsverbindung durch weggeschwemmte Brücken, unterspülte oder schlicht fehlende Straßenteile unterbrochen war.
Wenn ich hier so deutlich zum Thema Gaffer gesprochen habe, möchte ich nicht versäumen, all denen zu danken, die wirklich zum helfen gekommen sind oder die gespendet haben. Eure Hilfe war wirklich Gold wert! Anzumerken ist leider auch, dass bei aller Hilfsbereitschaft, die sehr viele Firmen, schnell und ohne zu wissen, ob sie die Kosten jemals erstattet bekommen, gezeigt haben, auch dreiste Gewinnmitnahmen zu vermelden sind. So sind teilweise exorbitante Preissteigerungen bei zwei mit dringend benötigten Waren handelnden Einzelhandelsunternehmen zu verzeichnen gewesen. Auch Privatpersonen, die sich an Hilfsgütern unberechtigt bereichert haben, soll es vereinzelt gegeben haben. Aber ich möchte nochmals betonen, dass dies absolute Ausnahmen gewesen sind und die Hilfsbereitschaft beinahe grenzenlos gewesen ist.
Was mich jetzt, da ich dies schreibe, was genau drei Wochen nach dem Hochwasser ist, umtreibt, ist die Frage, ob Schlimmeres nicht hätte verhindert werden können. Der Flut selbst hätte man mit nichts entgegentreten können, das dürfte klar sein. Es wäre im engen Ahrtal wohl auch unmöglich gewesen, entsprechende Hochwasserschutzmaßnahmen zu treffen. Denn mit 8,87m war die Flutwelle mehr als doppelt so hoch als die bisherige Höchstmarke von ca. 3,70m. Der Wert wurde von Ortsbürgermeister Lussi während der Pressekonferenz anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Schuld am 18.07.2021 genannt (Den Bericht des SWR Aktuell Extra vom 18.07.2021 habe ich heruntergeladen, weil die Verfügbarkeit in der ARD Mediathek begrenzt ist und diese Bilder für unsere Region auf Dauer zur Verfügung stehen sollten). Dort waren zum zweiten Mal auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz anwesend, die bereits am 16.07.2021 Schuld besuchten und dabei pressewirksam den "Einmarsch" der Bundeswehr in Szene setzten. Während der Pressekonferenz auf dem Vorplatz der Schulder Kirche wartete der Panzer samt Begleitfahrzeugen auf der einzig befahrbaren Straße hoch nach Winnerath und Reifferscheid, über die Schuld zu diesem Zeitpunkt erreichbar war und die gleichzeitig die einzige Verbindung nach Adenau und den Rest der Welt darstellte. Damit war diese Straße ebenfalls blockiert und damit die verbliebend Bewegungsfreiheit der gesamten dahinter wohnenden Bevölkerung. Das Video mit dem Bergepanzer stammt von mir selbst und wurde unmittelbar nach Beendigung der Pressekonferenz aufgenommen, nachdem die Prominenz abgezogen war und die Presseleute noch die Kameras gezückt hatten. Ich durfte in der ersten Reihe warten, bis die Straße wieder freigegeben wurde.
Inzwischen wurden staatsanwaltliche Voruntersuchungen gegen den Landrat des Kreises Ahrweiler wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung und unterlassener Hilfeleistung aufgenommen. Die Frage, warum angesichts der schon früh absehbaren Zerstörungen in Müsch, Antweiler, Schuld und Insul die Menschen weiter flussabwärts nicht gewarnt und evakuiert wurden, stellte nicht nur ich schon in den ersten Tagen nach der Katastrophe. Hier im stark betroffenen Gebiet hörte und höre ich sie immer wieder. Und wer solche Bilder wie das Video auf der (inzwischen leider vom Netz genommenen) Dokumentationsseite des Verkehrsvereins Schuld sieht, wird sich die gleiche Frage stellen. Dieses Video, das zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr entstanden ist, zeigt die Überflutung in Schuld, kurz bevor die ersten Häuser einstürzten. Die Ausrufung des Katastrophenfalls durch den Kreis Ahrweiler erfolgte dagegen erst gegen 23:00 Uhr und damit mehr als 5 Stunden später. Die Vorermittlungen gehen sogar von einer Differenz von 9 Stunden aus. Dabei war der Strom erst gegen 18:15 Uhr ausgefallen und die Mobilfunknetze noch später. Wann Feuerwehren und Rettungsdienste von ihrer Kommunikation abgeschnitten wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings kann ich derzeit keine Gründe dafür erkennen, warum so spät evakuiert wurde. Ich gebe zu, dass auch ich, noch während sich die Katastrophe im Tal ereignete, nicht an einmal ansatzweise an die Möglichkeit einer solchen Zerstörung geglaubt habe. Aber auch wenn ich am 14.07. den ganzen Tag mit dem Auto in der Eifel unterwegs gewesen bin und die schon ab 16:00 Uhr zu findenden Überspülungen an den Straßen bemerkt hatte, fehlten mir doch die späteren Informationen aus dem Tal.
Da ich nicht nur privat als jemand, der mitten im Katastrophengebiet wohnt, betroffen bin, sondern darüber hinaus auch als Erster Beigeordneter der Ortsgemeinde Sierscheid in politischer Verantwortung stehe, muss ich mich über die mangelnde Kommunikation unserer Verbandsgemeinde und damit mit dem Verbandsgemeindebürgermeister Guido Nisius auseinandersetzen. Dass es in den ersten Tagen nach der Flut zu einem ziemlichen Chaos und fehlender Koordination kam, muss man wohl angesichts der immensen Zerstörungen als unvermeidlich ansehen. Immerhin koordinierten die Höhengemeinden schon am Morgen des 15.07. die erste Hilfe für Liers, Insul und Schuld. Alle andere Hilfe war zunächst eher hilflos, was sich aber zugegebenermaßen sehr schnell besserte. Was dabei die Verbandsgemeinde Adenau getan hat, kann ich beim besten Willen nicht beurteilen. Denn von dieser Seite erreiche Sierscheid exakt eine Information, und die war auch noch verharmlosend falsch und kam von einem Auszubildenden erst am 22.07. Sie betraf Maßnahmen zum Wassersparen, weil "die Kläranlage Dümpelfeld technisch nicht voll einsatzfähig sei". Wie mir ein Mitarbeiter des Wasserversorgers am 24.07. telefonisch auf Anfrage mitteilte, war und ist der Grund für das Wassersparen Wassermangel durch zerstörte Leitungen. Und die Kläranlagen entlang der Ahr sind alle zerstört, nur die in Sinzig ist "nur" schwer beschädigt. Ansonsten kam und kommt seitens der Verbandsgemeinde genau nichts an Informationen. Die Anordnung, das Trinkwasser abzukochen, kam aus den Medien und Warnapps, die teilweise Aufhebung für viele Ortsgemeinden musste sich unser Ortsbürgermeister Dirk Eßer direkt beim Gesundheitsamt der Kreisverwaltung Ahrweiler beschaffen. Dabei wäre es selbst in den schwierigen Anfangstagen sicher kein großer Aufwand gewesen, eine kurze schriftliche Zusammenfassung der Lage (wer macht was wo, welche Straßen sind passierbar, was muss jeder Einzelne beachten, was wird wo benötigt, was kann an Hilfe geleistet werden) an die Ortsgemeinden zu geben, damit diese die aushängen können. So etwas funktioniert selbst ohne Strom und Internet.
Für die vielen betroffenen Hausbesitzer hat nach der Überschwemmung ein Kampf begonnen – gegen Schlamm und Wasser - und nicht selten auch gegen die eigene Versicherung - ; für Geld, Hilfe und Unterstützung aller Art. Viele Gebäude wurden so zerstört, dass Sie abgerissen werden mussten. Selbst Anfang 2023 stehen viele Gebäude immer noch auf der Kippe und es ist nicht klar, ob sie erhalten werden können. Andere mussten mühsam entrümpelt und saniert werden. Im Vordergrund nach der ersten Reinigung stand die Trocknung der Häuser. Nicht selten mussten Kellerboden und Erdgeschoss entfeuchtet werden. Für viele war es zermürbend, auf Zusagen der Versicherungen sowie Termine der Handwerker zu warten. Gutachter, deren Expertisen für Versicherungsleistungen und Hilfsgelder erforderlich waren, waren ausgebucht und kaum zu bekommen. Es gab viel zu tun, aber man kam oftmals auch nicht recht weiter. Eine große Hilfe war und ist auch die Anlaufstelle der Selbsthilfe für die Betroffenen, Angehörigen sowie Helferinnen und Helfer der Hochwasserkatastrophe.

Blick über das
weite, mit Geröll und Schotter zugesetzte Ahrbett im Bereich Schwarzkaul. Die
gewaltigen Sedimentmassen haben die ursprüngliche Flusslandschaft vollständig
unter sich begraben, während im Hintergrund erste Wohnhäuser und die bewaldeten
Hänge von Schuld aufragen.
Das hier in den Blick kommende markante Trafohäuschen steht auf dem
Sportplatz in Schuld. Dieser Platz befindet sich direkt an der ehemaligen
Bahnstrecke und dem alten Eisenbahntunnel, der im Hintergrund hinter dem
Brückenbogen zu sehen ist.
Da dieser markante weiße Turm den gewaltigen
Wassermassen der Flutkatastrophe mitten im stark betroffenen Uferbereich
erfolgreich getrotzt hat, hat er im Ort und bei Besuchern mittlerweile
auch den symbolischen Namen Flutturm erhalten.

Das historische Trafohäuschen und die
angrenzende Brücke im Hintergrund bilden feste Orientierungspunkte inmitten der
zerstörten Flusslandschaft. Am gegenüberliegenden Ufer wurde ein Behelfsplatz
mit Containern und Baufahrzeugen zur Beseitigung der Flutschäden eingerichtet.



Das neu geformte Ahrbett im Bereich
der ehemaligen Stefansbrücke. Die Wassermassen haben die hölzerne
Fußgängerbrücke komplett mitgerissen und eine karge Schotterfläche
hinterlassen, die den Blick bis zum Flutturm freigibt.
Die im Jahr 1995 errichtete Stefansbrücke war ein geschätztes Wahrzeichen in Schuld und eine wichtige Verbindung für Wanderer und Radfahrer. Benannt nach dem ehemaligen Ortsbürgermeister Stefan Schäfer, handelte es sich um eine gedeckte Holzbrücke, die auf einer charakteristischen, blau lackierten Stahlunterkonstruktion ruhte. Im Mai 2012 bewiesen die Bürger von Schuld bemerkenswerten Zusammenhalt: In rund 720 ehrenamtlichen Arbeitsstunden sanierten sie die Brücke in Eigenleistung. Dank der Unterstützung heimischer Betriebe und den Erlösen der Traditionsveranstaltung „Ahrfelsen in Flammen“ konnten die Kosten von geschätzten 30.000 Euro auf lediglich 6.000 Euro für das Material gesenkt werden. In der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 hielt jedoch selbst diese solide Konstruktion den unbändigen Kräften der Wassermassen nicht stand und wurde vollständig mitgerissen.

Die zerstörten und
ineinandergeschobenen Überreste der Stefansbrücke liegen am erodierten
Flussufer. Die enorme Kraft der Flut hat die stabile Konstruktion komplett
aus den Verankerungen gerissen und zertrümmert.

Die Betonauflagen der Stefansbrücke
sind stehen geblieben-

Weites Panorama der verlandeten Flusslandschaft am einstigen Standort der
Stefansbrücke bei Schuld.

Das ehemals flache, idyllische
Flussbett, das neben der Stefansbrücke an Sommertagen dazu einlud, die
nackten Beine ins Wasser zu stecken, ist nicht wiederzuerkennen.


Erodierte Felswände und verändertes
Ahrbett unterhalb der Hangbebauung an der Schulder Ahrschleife. In dieser
Auflösung kaum zu erkennen, sind die massiven weißen Bigbags, die den Hang
unterhalb des Hauses stabilisieren sollen.
Der Bereich direkt an der Ahrschleife, der in Kartendiensten heute oft
pauschal als „Sportplatz“ betitelt wird, war vor dem Hochwasser 2021
zweigeteilt:
• Die Tennisanlage: Direkt im ufernahen Bereich lagen die
Tennisplätze des Sportvereins Schuld.
• Der Sportplatz: Angrenzend daran
befand sich der reguläre Fußball-Sportplatz des Ortes.
In der Flutnacht wurde
die komplette Tennisanlage mitsamt Zäunen, Netzen und dem Untergrund von den
Wassermassen vollständig zerstört, überspült und weggerissen. Übrig blieb das
breite, eingeebnete Geröll- und Schlammfeld, das kurz nach der Katastrophe als
Logistikfläche für den schweren Fuhrpark, Baustellencontainer und die
Räumfahrzeuge genutzt wurde.

Ein Einblick in die logistischen
Strukturen des Wiederaufbaus nahe dem alten Eisenbahntunnel. Das flache,
schlammbedeckte Vorderufer führt den Blick zu den stationierten Einsatz-
und Bauwagen am gegenüberliegenden Uferbereich.

Von der Flut angehobenes und über die
Fahrbahndecke geschobenes Stück Asphalt.


Blick über die Ahr auf die
betroffenen Wohnhäuser gegenüber dem zerstörten Sportplatzgelände in
Schuld.

Die massiven Erosionsschäden an der
Zufahrt zum ehemaligen Sport- und Schützenplatzareal. Das Foto zeigt die
freigelegten Bodenschichten direkt am Flusslauf sowie die davor
eingerichtete Logistik- und Einsatzstation mit schweren Räum- und
Rettungsfahrzeugen.

Bergepanzer der Bundeswehr und
Feuerwehrfahrzeug im Einsatz auf dem beschädigten Areal am Schützenplatz.

Blau lackierte Stahlträger der
zerstörten Stefansbrücke im Trümmerfeld am gegenüberliegenden Ahrufer.

In Treibholz und Geäst verkeilte
Trümmerteile der ehemaligen Stefansbrücke am Ahrufer.

Blau lackierten Trümmer der
Stahlträger der Stefansbrücke inmitten von angeschwemmtem Hausrat und
Trümmern.


Ein massives Treibgutfeld mit einem
zerstörten Autowrack auf den zerstörten Freiflächen am Ahrufer.

Das neu geformte Ahrbett im Bereich
der Sportanlagen. Die Aufnahme zeigt die massiven Kiesablagerungen im
Vordergrund sowie die Spuren des extremen Wasserstandes an der
uferseitigen Vegetation.

Eine aus großen Natursteinen gesetzte
Begrenzungsmauer am Wegrand wurde von den Wassermassen auseinandergerissen
und teilweise verschoben, während das dahinterliegende Erdreich tiefe
Auswaschungen zeigt.

Hier stand wohl einmal eine Bank
und/oder ein Unterstand für Wanderer.

Meterhohe Schutt- und
Bodenaushubberge säumen die provisorisch geräumte Zufahrtsstraße. Das Foto
dokumentiert die enormen Erdmassen, die aus der nahen Ahrschleife entfernt
werden mussten, um die Verkehrswege wieder passierbar zu machen.

Überall liegen noch Trümmer.

Blick die ansteigende Dorfstraße
hinauf in Richtung des historischen Ortskerns. Im Hintergrund ragt der
markante Turm der katholischen Pfarrkirche St. Gertrud über die
umliegenden Dächer und die dichten Waldhänge empor.

Panoramaschnitt des betroffenen Tals aus erhöhter Perspektive. Die
Aufnahme dokumentiert das vollständig freigeräumte Areal der ehemaligen
Sport- und Tennisplätze, das nun als zentraler Logistikstützpunkt für
schwere Baufahrzeuge dient, gerahmt vom neuen Flusslauf und den Hängen von
Schuld.

Das weiße Trafohäuschen und
stationierte Räumfahrzeuge auf dem Schützenplatz aus erhöhter Sicht.

Weitwinkelaufnahme der großflächigen Zerstörungen entlang der Flussbiegung
auf der anderen Seite der Ahrschleife in Überahr. Das Foto dokumentiert
die Situation der direkt an der Ahr gelegenen Häuserzeilen sowie die neu
entstandenen Schotterwege und Behelfsflächen inmitten der engen
Talformation von Schuld.

Eine mobile
Wasserversorgungsstation des Technischen Hilfswerks im betroffenen
Uferbereich. Das Foto dokumentiert die Installation flexibler
Speicherbecken und Schlauchsysteme neben einem ufernahen Gebäude zur
Sicherung der elementaren Grundversorgung nach dem Zusammenbruch des
lokalen Netzes.

Blick von der "Linde" aus hinunter
ins Tal mit der Domhof-Brücke.

Die totale Zerstörung der
Verkehrsinfrastruktur im Talbereich. Das Foto dokumentiert das Ausmaß der
Erosion an der Trasse der Verbindungsstraße in Richtung Insul, die auf
ganzer Länge von den Wassermassen weggerissen wurde und den Ortsteil
Überahr von der Außenwelt abschnitt.

Nach der Wiederherstellung des
komplett weggerissenen Straßenabschnitts unterhalb der Freilichtbühne
konnte eine Zeitlang die Verbindungsstraße einspurig benutzt werden, bis
der Eisenbahntunnel als Behelfsstraße für den Autoverkehr hergerichtet
war. Eine Stabilisierung der Uferböschung, die mit massivem Aufwand
betrieben wurde, musste aufgegeben werden. Bis heute ist die Straße
unpassierbar.


Blick von der Hauptstraßenbrücke auf
das betroffene Ufergelände und die Wohnbebauung im Ortsteil Überahr.


Das ufernahe Siedlungsgebiet an der
Ahrschleife aus erhöhter Perspektive. Das Foto dokumentiert die massiven
Schäden an den historischen Gebäudestrukturen rund um die alte Steinbrücke
sowie die freigespülten, von Schutt und Schlamm gezeichneten Freiflächen
im Tal.

Schwer beschädigtes Wohnhaus mit
freigespültem Vorplatz und einem vorbeifahrenden Quad im
Katastrophengebiet.

Die Schreinerei Weiler nach der Flut.

Blick auf die Schulder Mühle und die
Militärfahrzeuge, die aus anderer Perspektive bereits gezeigt wurden.

Die Domhof-Brücke mit dem
provisorischen Fußgängerüberweg von oben.

Beschädigtes Fachwerkhaus an der
historischen Steinbrücke mit tiefen Unterspülungen am Brückenaufgang und
im Uferbereich.

Die gegenüberliegende Brückenseite.

Dank an die zahlreichen Helfer.

Die Organisation des dörflichen
Lebens nach der Flutkatastrophe. Das Foto zeigt das Hinweisschild auf die
temporäre Anlaufstelle für die Bürger neben der historischen Gedenktafel
an einer unberührten Betonwand im höher gelegenen Ortsbereich.

Das unbeschädigte Hotel-Restaurant
Schäfer an der Straßenkreuzung dient in den Wochen nach der Katastrophe
als wichtiger Bezugspunkt im Ort. Die neongrünen Schilder im Fenster
drücken den Dank der Dorfgemeinschaft an die zahlreichen
Unterstützungskräfte aus.

Erhöhte Übersicht auf das planierte
Sportplatzgelände mit dem markanten Trafohäuschen und abgestellten
Baustellenfahrzeugen.

Schwer beschädigte und teils
eingestürzte Wohnhäuser im ufernahen Bereich von Schuld während der
Enttrümmerung.