An den Beginn der zweiten Seite dieser Dokumentation möchte ich eine Analyse der Flutnacht von Helmut Reuter stellen, die er als Vorsitzender des Verkehrsvereins erstellt hat. Da sie in einem anderen Zusammenhang geschrieben wurde, musste ich sie kürzen und etwas anpassen, damit sie hier verständlich ist. Nach über 100-jährigem Bestehen hat sich der im Jahr 1922 gegründete Verkehrsverein Schuld am 7. Juli 2024 aufgelöst. Ein schwerer Einschnitt für den Verein war der Tod des langjährigen letzten Vorsitzenden Helmut Reuter am 20. Februar 2024. Da kein Nachfolger für die Vereinsführung gefunden wurde, beschlossen die verbliebenen Verantwortlichen die Liquidation. Das verbliebene Vereinsvermögen wurde der Freiwilligen Feuerwehr Schuld gespendet. Mit der Vereinsauflösung wurde auch dessen Internetseite vom Netz genommen. Mir ist nicht bekannt, ob eine Kopie mit der umfangreichen, von Helmut erarbeiteten dokumentarischen Aufarbeitung der Flut existiert, halte das aber für sehr unwahrscheinlich.

Schwere Zerstörungen und tiefe Ufererosionen
entlang der Ahr in Schuld nach der Flutnacht vom Juli 2021. Aufnahme von der
Brücke aus.

Diese Aufnahme zeigt die andere
Flussseite.

Aus dieser Perspektive kann man die
Abtragung des Ufers und die Aufschüttung auf der anderen Seite der Ahr
besonders gut sehen.

Zerstörte Uferbefestigung in Schuld.
Die Flut legte den Betonkern der alten, ehemals verkleideten Stützmauer
frei und unterspülte das direkt an der Ahr gelegene Gebäude.

Erste Schritte der
Infrastruktur-Notversorgung vor den beschädigten Häusern. Die Flut hat die
Straße tief aufgerissen, sodass nachträglich oberirdische blaue Leitungen
verlegt werden mussten, um die Grundversorgung wiederherzustellen.


Die beschädigte Domhof-Brücke als
Lebensader nach der Flut. Trotz eingebrochener Fahrbahndecke und starker
Unterspülungen wird die Brückenmauer genutzt, um provisorische
Versorgungsleitungen in die betroffenen Ortsteile zu führen.

Blick entlang der Brücke zum
gegenüberliegenden Ufer.




Der Fußgängersteg über die zerstörte
Domhof-Brücke. Das Bild zeigt, dass die komplette Oberkonstruktion samt
Fahrbahn von den Wassermassen weggerissen wurde und nur noch die tragenden
Bögen standgehalten haben.

Freigespülte Stromleitungen.


Freigespülte Rohrleitungen und
Geröllmassen am Ahrufer mit provisorisch installierter blauer
Notversorgungsleitung.

Schuttberge und Baggereinsatz im
Innenhof eines vom Hochwasser betroffenen Grundstücks in Schuld.

Ein von Schlamm und Geröll
gezeichneter Weg führt hinunter zur Ahr, wo gewaltige Mengen an
mitgerissenen Baumstämmen, Ästen und Unrat das Flussufer blockieren.

Freigeschobener Fahrweg und schwere
Verwüstungen auf den umliegenden Grundstücken im Uferbereich von Schuld.

Kleines Nebengebäude, das die Flut
überstanden hat, inmitten von Schlammmassen und Räumgerät nach dem Rückzug
der Flut. Die Hochwasserlinie ist gut zu erkennen.


Treibgut.


Panoramaschnitt der Flusslandschaft nach der Flutkatastrophe. Die Aufnahme
zeigt das Ausmaß der Erosion entlang der Ahr bei Schuld sowie die
großflächigen Aufräumarbeiten mit Baggern und Lastern auf der
freigespülten Schotterfläche.




Eingelassener gusseiserner Brunnen in
einem verwüsteten Gartenbereich nach dem Rückzug der Flutwelle.

Provisorisch geräumter Fahrweg vor dem
bekannten Fachwerkensemble im betroffenen Ortsteil „Auf dem Stausten“ in
Schuld.

Überreste einer Gartenanlage im
erodierten Uferbereich. Das gemauerte Rundelement blieb inmitten der
tiefen Schlamm- und Erdmassen stehen, während im Hintergrund die
weggespitzten Erdschichten sichtbar sind. Eine Bierflasche zeugt von den
Aufräumarbeiten.

Nahaufnahme des bekannten
Fachwerkgebäudes Auf dem Stausten. Während die oberen Stockwerke
unbeschädigt wirken, wurde das direkt zur Ahr ausgerichtete Untergeschoss
komplett überflutet, und das gesamte umliegende Gelände verlor seine
ursprüngliche Struktur.



Zusammengeschobenes Treibgut und
Sperrmüllberge auf den Freiflächen "Auf dem Stausten". Das Foto
dokumentiert die enormen Mengen an Unrat, persönlichen Gegenständen und
zerstörter Infrastruktur, die nach dem Rückzug des Hochwassers mühsam
sortiert und abtransportiert werden mussten.

Die Wucht der Flutwelle hat Fahrzeuge
und Baumaterialien mitgerissen und als unkenntliche Wracks auf den
angrenzenden Wiesenflächen hinterlassen, wo sie nun auf den Abtransport
warten.

Detailaufnahme des neuen Flussbettes.





Die von der Flut gescchälte
Ufervegetation steht im Hintergrund von Schutt und Müll.


Herausgerissene Betonplatten und
Mauersteine liegen auf dem freigespülten Schotterbett des Ufers und zeugen
von der Zerstörungskraft des Wassers, das feste bauliche Strukturen
einfach auseinandergebrochen hat. Eine Zuordnung zu einem bestimmten
Gebäude war nicht mehr möglich.

Völlig verschüttetes Fahrzeugwrack
inmitten von Schlamm, Steinen und Treibholz vor der freigespülten
Felswand.

tark erodiertes gegenüberliegendes
Flussufer und zerstörte Grundstücksstrukturen im Schlamm des
ausgetrockneten Ahrbetts.

Die betonierten Grundmauern des
zerstörten Pumpenhäuschens (so ist es mir bekannt) am Ahrufer. Wo vor der
Flut die technische Infrastruktur stand, ist nur noch das Fundament im
erodierten Gelände übrig geblieben.


lick entlang eines ufernahen Weges,
der teilweise von den Schlamm- und Geröllmassen der Ahr überspült wurde.
Aufgestautes Treibgut und abgeknickte Äste blockieren den Durchgang zum
unbeschädigten, höher gelegenen Waldstück.


Panoramaaufnahme der erodierten Uferböschungen und des geröllbedeckten
Flussbettes der Ahr "Auf dem Stausten" bei Schuld.

Weitwinkel-Panorama "Auf dem Stausten" mit den freigespülten Grundmauern
und dem völlig veränderten, von Geröll geprägten Flusslauf der Ahr.