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Die Ahrflut am 14. und 15. Juli 2021

Schuld an der Ahr

Die Folgen und der Wiederaufbau

Fotos ab 29.07.2021



Blick über das Ahr-Ufer im Vordergrund in Richtung des Baustoffhandels Schug und der freigelegten Betonstrukturen.


Landschaftsaufnahme des veränderten Ahr-Verlaufs mit großen Erdhaufen und dem markanten Fachwerkhaus am Ortseingang im September 2021.


Die neuen Baulücken an der Hauptstraße. Links stand die Landbäckerei Schlösser.


Das Grundstück gegenüber der Landbäckerei Schlösser nach dem Abriss.


Eine neue Baulücke ermöglicht einen Blick auf den Bahndamm jenseits der Hauptstraße.


Das Gebäude der KFZ-Werkstatt Hupperich mit dem von Schutt und Geröll befreiten Innenkarree zwischen Garten-, Ahr-, Berg- und Hauptstraße.


Ein Wohnwagen dient als Begelfsunterkunft.


Eine auf die Schnelle wieder hochgezogene Mauer.


Kommt weg


Das Grundstück der ehemaligen Pizzeria ist eingeebnet und ein Kanalschacht mit Absperrband gesichert. Im Hintergrund die Tourist-Infotafel an der Hauptstraße-


Die Bahnhofsbrücke mit bereits aufgeräumten Ufern der Ahr im Vordergrund. Hinter der Brücke wird noch mit schwerem Gerät im Flussbett gebaggert.


An der Einmündung der Bergstraße in die Hauptstraße ist jetzt viel Platz. Richtung Hauptstraße gesehen ist rechts der freie Platz planiert und links fehlt die Landbäckerei Schlösser komplett.


Die freigeräumte Baulücke am Anwesen der ehemaligen Bäckerei Schlösser mit dem verbliebenen lachsfarbenen Nachbargebäude im September 2021 von der gegenüberliegenden Straßenseite aus gesehen.


Hier war einmal die Pizzeria.


Das Nachbarhaus der Bäckerei.


Ein flutbeschädigtes Wohngebäude an der Hauptstraße mit entkerntem Erdgeschoss und einer pausierenden Person im Vordergrund.


Betrieb in der Ahrstraße.


Der entkernte  Frischemarkt Thiesen an der Hauptstraße neben dem dahinter am Werbeschild zu erkennenden "Zum Köbes".


Der Zustand des dörflichen Lebensmittelgeschäfts Thiesen gut zwei Monate nach der Flutkatastrophe. Das Foto dokumentiert das entkernte Erdgeschoss des Gebäudekomplexes an der Hauptstraße im September 2021, vor dem ein weißer Wassertank aufgeschichtet ist und provisorische Baken die vom Schlamm befreite Straße säumen.


Auf dem nun freien Gelände an der Hauptstraße (Schützenhalle und Parkplatz) wird Erde und Geröll gelagert und aufbereitet.


Gigantische Erdmassen werden hier bewegt.


Der unaufhörliche Einsatz schwerer Baumaschinen im Schulder Ortskern. Das Foto dokumentiert das Vorbeifahren eines dreiachsigen Knicklenker-Dumpers auf der Hauptstraße unweit der ehemaligen Bäckerei Schlösser, flankiert von bereitgestellten Mülltonnen im linken Vordergrund.

Als Beispiel für den Einsatz des Verkehrsvereinsvorsitzenden habe ich aus meinen Mails diesen (auf seine Bitte hin von mir korrigierten und leicht angepassten) Text herausgesucht:

Originaltext Helmut Reuter im Austausch mit der GDKE (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) über den Erhalt der Fassaden der Gebäude an der Hauptstraße in Schuld:

Sehr geehrte Frau...,
Schuld an der Ahr wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts bereist. Dazu gehörten Ernst Weyden, Philip Wirtgen und als wohl
bekanntester Gottfried Kinkel. Durch dessen Beschreibung, »Die Ahr. Landschaft, Geschichte und Volksleben. Zugleich ein Führer für
Ahrreisende.« aus dem Jahr 1858, des Ortes Schuld an der Ahr kamen bald die ersten Feriengäste. Erste Bilddokumente des beginnenden
Tourismus stammen von Peter Weber aus Wershofen aus dem Jahr 1906.
Wir möchten Sie auf unsere Ortschronik auf den Seiten des Verkehrsvereins Schuld hinweisen, wo in Wort
und Bild die lange Geschichte unseres Ortes beschrieben wird.
Man kann davon ausgehen, dass die Hotels »Falkenberg« und »zum Ahrtal« um diese Zeit, Anfang des 20. Jahrhunderts, gebaut wurden
und zum großen Teil weitestgehend im Originalzustand erhalten geblieben sind.
Das frühere Hotel Falkenberg (Jagdhaus Eikelbeck, Landgasthaus zum Köbes) soll abgerissen werden. Der derzeitige Besitzer ist Herr L.
und die Anschrift lautet: Hauptstraße 14 in Schuld /Ahr (präzise Angaben folgen).
Die beiden Bauten trotzten dem Hochwasser im Jahr 1910 und überstanden beide Weltkriege, obwohl der Ort Schuld von beiden
Ereignissen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Leider sind durch die genannten Ereignisse Urkunden, Fotodokumente und weitere
Unterlagen vernichtet worden, was leider auch für das aktuelle Hochwasser 2021 zutrifft.
Die beiden Häuser prägen das Ortsbild Schuld bis zum heutigen Tag. Wir, der Verkehrsverein Schuld an der Ahr, setzen uns dafür ein, das
Flair unseres Ortes zu erhalten. Da die Fassade des »Hotel Falkenberg« das Ortsbild bis heute maßgeblich prägt, würde ein Abriss den
ohnehin schwer beschädigten Ortskern zusätzlich negativ verändern. Wir plädieren daher dafür, dass zumindest die Fassade erhalten
bleibt, wenn schon die Bausubstanz als Ganzes nicht zu retten ist.
Im Anhang finden Sie vier Ablichtungen aus den Jahren ca. 1910, 1960, 2015 und aktuell 2021. [die fehlen mir leider]
Hiermit bitten wie Sie höflichst um Unterstützung unseres Anliegens.
Mit freundlichem Gruß
Helmut Reuter

Der "Köbes", ehem. Hotel Falkenberg, wurde dennoch abgerissen. Das Gebäude des "Hotels zur Ahr" steht (Stand Oktober 2026) noch immer unverändert im Vergleich zu Ende September 2021. Zumindest äußerlich sieht es nicht so aus, als ob dort in den letzten fünf Jahren irgendetwas geschehen wäre. [Anm. des Autors].


Zwischen dem "Köbes" und "Zum Ahrtal" klafft jetzt schon eine Lücke.


Die geschichtsträchtigen Traditionsbauten an der Hauptstraße nach dem Hochwasser. Trotz des Überstehens der Flutnacht musste das  benachbarte Landgasthaus Zum Köbes (ehemals Hotel Falkenberg) im Jahr 2022 wegen schwerer Bausubstanzschäden vollständig abgerissen werden. Das "Hotel zum Ahrtal" sieht Ende 2026 noch genau so aus wie auf diesem Foto.


Das recht neben dem Hotel zur Ahr stehende Haus scheint jedoch bewohnt zu sein (Oktober 2026).


Vorderansicht der Hauptstraße 14 in Schuld. Das historische Gebäude „Zum Köbes“ überstand zwar die Flutnacht, wurde jedoch ein Jahr später aufgrund der irreparablen Untergrund- und Substanzschäden komplett abgetragen.

Die drei folgenden Bilder hat Helmut Reuter als Anlage zu seinem Appell an die GDKE beigefügt. Die genaue Quelle kann ich nicht benennen.


Historische Aufnahmen aus der privaten Sammlung von Helmut Reuter / Urheber unbekannt. Sollten Rechte verletzt werden, bitte um kurze Nachricht zur Entfernung.


Historische Aufnahmen aus der privaten Sammlung von Helmut Reuter / Urheber unbekannt. Sollten Rechte verletzt werden, bitte um kurze Nachricht zur Entfernung.


Blick auf das historische, gemauerte Portal des Schulder Eisenbahntunnels. Die unbefestigte Trasse des heutigen Ahr-Radwegs führt direkt auf den Tunnel zu, der auf der rechten Seite von Bauzäunen und einem Gefahrenzeichen für Steinschlag flankiert wird, während links das eiserne Geländer der Bahndammbrücke sichtbar ist. Von hier aus recht hinter dem Standort befand sich die Schützenhalle, wo jetzt große Erdhügel aufgeschüttet werden.


Ein Transparent mit einem roten Herzen als Dankeschön für die Helfer am Verkehrsdreieck im September 2021.


Zurück in die Ahrstraße.


Helmut Reuter im Gespräch mit einem Anwohner.


Blick durch die Ahrstraße mit dem Fluthäuschen und dem Kirchturm im Hintergrund.


Völlig deformierter historischer Traktor.


Hier hat sich im Vergleich zum 29.07.2026 noch wenig getan.


Am blauen "Segel" zu erkennende Lücke zwischen dem Hotel "Zum Ahrtal" und dem Gasthaus "Zum Köbes".


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