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Afrikanischer Wildhund, Raubtier, das in Afrika südlich und östlich der Sahara weit verbreitet ist. (Hierzu Artikel aus "Der Spiegel" von 1997) Die Tiere haben eine dunkle Haut und sind wenig behaart; ihr Fell weist eine variable Färbung mit schwarzer, gelber und weißer Zeichnung auf. Afrikanische Wildhunde können ein Gewicht von 23 Kilogramm erreichen und sind durch lange Beine und große Ohren gekennzeichnet. Sie leben in Rudeln von sechs bis 50 Tieren und jagen hauptsächlich kleinere Gazellen, können aber auch große Tiere erlegen. Bei der Nahrungssuche durchstreifen sie oftmals ein Gebiet von bis zu 4 000 Quadratkilometern. Das Sozialverhalten dieser Tiere ist sehr ausgeprägt; im Gegensatz zu den meisten anderen gesellig lebenden Arten sind beim Afrikanischen Wildhund die Männchen in der Überzahl. Innerhalb eines Rudels sorgen meist nur ein Männchen und ein Weibchen für Nachkommen. Nach einer Tragzeit von 79 oder 80 Tagen bringt das Weibchen sechs bis 16 Junge zur Welt. Beide Elterntiere sind an der Aufzucht der Jungtiere beteiligt.
Der Afrikanische Wildhund ist das am stärksten gefährdete Raubtier Afrikas. Anfang 1997 wurde der Bestand auf knapp 5 000 Tiere geschätzt. Die Art kommt nur noch in 15 (von zuvor 34) afrikanischen Staaten vor, in neun dieser Staaten leben weniger als hundert Wildhunde. Ursache des Rückgangs ist die extreme, unkontrollierte Bejagung. Systematische Einordnung: Der Afrikanische Wildhund gehört zur Familie Canidae der Ordnung Carnivora. Sein wissenschaftlicher Name lautet Lycaon pictus.
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