Fußball-WM 2010 in Südafrika
Der etwas andere Turnierbericht


Die Vorrunde Gruppe D


Foto: Jörn

Folgt auf das Sommermärchen 2006 jetzt das Wintermärchen in Südafrika?


13.06.2010 Deutschland - Australien 4:0

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Nachdem die "Jugendmannschaft" von Bundestrainer Jogi Löw in der Vorbereitung wechselhafte Eindrücke hinterlassen hatte, war man auf den ersten Auftritt gespannt.

Am 13.06.2010 war es endlich so weit. In Durban startete das erste Vorrundenspiel gegen die erfahrenen und hoch eingeschätzten Australier.


Foto: Kerstin

Der Schiedsrichter musste noch den Spielball auswählen.


Foto: Kerstin

Dann konnte das Spiel starten.


Foto: Susanne

Manuel Neuer, der jüngste WM-Stammkeeper seit vielen Jahrzehnten, wurde wenig gefordert und hielt seinen Kasten sauber.


Foto: Jörn

Lukas Podolski brachte Deutschland schon früh mit einem fulminanten Linksschuss in Führung, die von Miroslav Klose, Thomas Müller und Cacau zum 4:0 Endstand ausgebaut wurde. Dabei agierte die Mannschaft souverän und überlegen und hätte leicht noch deutlich höher gewinnen können.


Foto: Susanne

Auch die Abwehr war bissig und spritzig und ließ dem Gegner nur wenig Raum zur Entfaltung.


Foto: Dami

Überhaupt scheint die Stimmung im Team sehr gut zu sein und auch die alten Hasen, wie Ersatzkeeper Hans-Jörg Butt, tragen das ihre zum Gelingen bei.


Foto: Kerstin

Nur die Fans haben es schwer, sich bemerkbar zu machen. Denn die Vuvuzelas machen einen solchen monotonen Lärm, dass man die Fangesänge nicht mehr hören kann. Schade. Nichts gegen die Begeisterung der südafrikanischen Fans, aber das nervt!

Nach diesem überzeugenden Auftritt kann man noch einiges erwarten, zumal andere Favoriten, wie Frankreich, England und Italien eher mäßig bis enttäuschend gestartet sind.


Die Spannung vor dem zweiten Vorrundenspiel gegen Serbien steigt. Die Anreise nach Port Elizabeth verzögerte sich, da nach starken Regenfällen der Rasen des Stadions für das Abschlusstraining gesperrt worden war. Zum Spiel soll das Spielfeld aber wieder in gutem Zustand sein.


Foto: Jörn

Da heißt es, die Zähne zusammenbeißen, das Wasser abschütteln und sich auf den Gegner konzentrieren. Nachdem Frankreich sich bei dem 0:2 gegen Mexiko nach Kräften bemüht hat, bereits nach der Vorrunde wieder nach Hause fahren zu dürfen, Spanien sich trotz starker optischer Überlegenheit der Schweiz beugen musste und auch Brasilien im ersten Gruppenspiel nicht wirklich überzeugte, wird Deutschland gemeinsam mit Argentinien in die Favoritenrolle gedrängt.


Foto: Kerstin

Man kann nur hoffen, dass der jungen Mannschaft diese Rolle nicht über den Kopf wächst. Doch Bundestrainer Jogi Löw wird sicher vor dem Spiel die richtigen Worte finden, um die Spieler taktisch und kämpferisch gut einzustellen.


18.06.2010: Deutschland gegen Serbien 0:1

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Die gute Nachricht vorweg: Deutschland muss sich nicht mehr mit der Favoritenrolle herumschlagen.


Foto: Antje

Das spielerische Element aus dem Australien-Spiel ist heute nicht zu sehen. Dafür gibt es verbissene Zweikämpfe und viele gelbe Karten. In der 37. Minute sieht Miroslav Klose die gelb-rote Karte und sofort anschließend trifft Jovanovic für Serbien. Ein Lattentreffer von Khedira kurz vor der Pause hätte so gut getan. Leider bleibt der Rückstand bestehen.


Foto: Ingrid

Die Euphorie der deutschen Fans ist weitestgehend verflogen.


Foto: Dami

Die Mannschaft versucht in der zweiten Halbzeit, den fehlenden Spieler durch Kampf und Laufbereitschaft wettzumachen. Leider bleibt die Schiedsrichterleistung, insbesondere die Kartenliebhaberei, WM-unwürdig. Aber das alleine erklärt die Leistung der deutschen Mannschaft nicht. Das Spiel ist jetzt besser und es gibt hüben wie drüben Latten- und Pfostentreffer. Doch von der Überlegenheit, Ballsicherheit und Spielfreude des ersten Spiels ist auch jetzt nur wenig zu sehen.


Foto: Antje

In der 60. Minute gibt es einen Handelfmeter für Deutschland, den Podolski bezeichnenderweise verschießt. Sein Schuss ins linke Eck ist zu unplatziert und zu schwach geschossen.


Foto: Susanne

Die ganze Nation schaut bedröppelt drein, weil die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllt wurden und das Spiel der deutschen Mannschaft nicht das gehalten hat, was man sich davon im Überschwang der Gefühle versprochen hatte.


Foto: Susanne

Es ist echt zum heulen. Aber sowohl 1974 als auch bei der letzten WM gab es Vorrundenniederlagen und die Mannschaft kam dennoch jeweils ins Finale. Und es ist ja noch immer alles drin. Das letzte Gruppenspiel gegen Ghana ist zwar ein echtes Endspiel geworden, aber Deutschland kann immer noch aus eigener Kraft in das Achtelfinale kommen. Vielleicht kam dieser Dämpfer für die junge Multi-Kulti-Truppe ja zur rechten Zeit.



Foto: Susanne

Bis zum Spiel gegen Ghana am 23.06.2010 gilt es, das Ziel wieder fest in den Blick zu nehmen, die Niederlage abzuhaken und wieder Selbstvertrauen zu gewinnen. Dann wird das schon werden!


23.06.2010 Ghana - Deutschland 0:1

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Foto: Susanne

Die Vorzeichen sind eindeutig: Deutschland muss gewinnen, um sicher in die nächste Runde zu gelangen. Kurz vor dem Spiel versammelt sich die ganze Nation voller Zuversicht vor den Bildschirmen und beim Public Viewing.


Foto: Antje

Um die Mannschaft anzufeuern werden sogar die ungeliebten Vuvuzelas zur Hilfe genommen. Alles egal, Hauptsache, es hilft. Dabei überwiegt die Zuversicht auf einen Sieg.


Foto: Madeleine

Bundestrainer Jogi Löw und Co-Trainer Hansi Flick verbreiten Optimismus und geben sich völlig entspannt.


Foto: Susanne

Von Beginn an entwickelt sich ein intensives Spiel, das einige Höhepunkte zu bieten hat. Das Tempo in der ersten Halbzeit ist hoch. Chancen gab es hüben wie drüben, wobei die deutsche Abwehr Schwächen zeigte. Das Niveau ist nicht so hoch wie erhofft, aber dafür steht wohl zu viel auf dem Spiel. Die Spannung ist hoch.


Foto: Ingrid

Die Fans schauen etwas skeptisch ob der vergebenen und vor allem der zugelassenen Chancen.


Foto: Dami

Auch Mesut Özil gelingt es nicht, bei der größten deutschen Chancen alleine vor dem gegnerischen Tor den Ball ins Tor zu tragen. So steht es zur Halbzeit immer noch 0:0. Im Parallelspiel Australien gegen Serbien steht es ebenfalls torlos unentschieden. Sollte es bei diesen Ergebnissen bleiben würde auch das für ein Weiterkommen reichen.


Foto: Kerstin

Mit einem genialen Distanzschuss bringt Özil Deutschland in Führung. Dabei hatten die sehr starken Ghanaer eine ganze Reihe guter Chancen. Insgesamt erarbeitet sich die deutsche Mannschaft viel zu wenige eigene Möglichkeiten, schafft es andererseits aber nicht, die sehr starke und bewegliche ghanaische Sturmreihe zu kontrollieren. So muss Manuel Neuer sein Können beweisen und Phillip Lahm sogar auf der Linie retten.


Foto: Manfred

Trotz einer ganzen Reihe weiterer Chancen auf beiden Seiten gelingt es Deutschland mit etwas Glück, den Sieg in einem spannenden und intensiven, aber nicht hochklassigen Spiel festzuhalten. Jetzt wartet im Achtelfinale ausgerechnet England, einer der Klassiker bei Weltmeisterschaften. Da gleichzeitig Australien Serbien mit 2:1 geschlagen hat, kommt Ghana als Gruppenzweiter und als einzige afrikanische Mannschaft ebenfalls weiter. Und das auf Grund der gezeigten Leistungen auch völlig verdient.


Foto: Ingrid

Den Fans der deutschen Mannschaft sieht man die Erleichterung nach dem Spiel an und alle freuen sich auf die nächste Begegnung.

Vor dem Hintergrund, dass die beiden Finalisten der WM 2006, Frankreich und Italien, bereits bis auf die Knochen blamiert nach Hause fahren müssen, ist der deutsche Einzug schon als kleiner Erfolg zu werten. Mit Brasilien, Argentinien, Holland, Portugal und Spanien sind die meisten Favoriten jedoch ebenfalls durch die Vorrunde gekommen.


27.06.2010 Deutschland - England 4:1

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Foto: Susanne

Was für ein Spiel! Da kann man als Fußballfan nur vor Freude in die Luft springen. Das Endergebnis sieht so klar aus und ist sogar die höchste Niederlage, die England je bei einer WM hinnehmen musste. Dabei muss man so fair sein und zugeben, dass auch alles ganz anders hätte kommen können. Doch der Reihe nach.


Foto: Madeleine

Die englische Presse sprach (natürlich) mal wieder von Krieg und die Bundestrainer bereiteten die Mannschaft auf ein kampfbetontes Spiel vor.


Foto: Kerstin

Dabei zeigt Deutschland von Beginn an eine große spielerische Klasse und beherrscht die Engländer fast nach Belieben. Das war wohl von den Wenigsten erwartet worden. Nach einem weiten Abschlag von Torwart Manuel Neuer schnappt sich Miroslav Klose in der 20. Minute den Ball, setzt sich durch und schiebt die Kugel noch im Fallen ins englische Tor. Es folgen brillante Spielzüge mit weiteren Großchancen. Doch erst in der 32. Minute trifft Lukas Podolski auf Vorarbeit des überragenden Thomas Müller.

Da dachten die deutschen Fans schon, das Spiel sei gelaufen.


Foto: Conny

Doch was folgt, gehört zu dem spektakulärsten, was Fußball zu bieten hat. Denn sofort nach dem Tor kommen die bis dahin völlig überforderten Engländer zunächst zu einer großen Chance und dann in der 37. Minute durch Matthew Upson zum Anschlusstreffer. Und dann kommt nur eine Minute später eine Szene, die manche sicher als "Rache von Wembley" bezeichnen werden. Frank Lampard zieht aus der Distanz ab, trifft die Unterkante der Latte und von dort springt der Ball für alle sichtbar deutlich hinter der Torlinie auf. Von dort aus schnappt ihn sich Manuel Neuer. Nur der Schiedsrichter und sein Assistent an der Linie haben nichts gesehen. Den Engländern wird ein regulärer Treffer verweigert. Wer weiß, wie das Spiel dann weiter gegangen wäre.


Foto: Kerstin

Der junge deutsche Torwart sieht in dieser Phase nicht sehr sicher aus. Schon beim Anschlusstreffer war er nicht ganz unbeteiligt. Aber im weiteren Verlauf des Spiels kann er seine Klasse wieder unter Beweis stellen.


Foto: Barbara

Und wieder eine Minute später gibt es noch einmal eine gute Gelegenheit für Deutschland. Ein Wahnsinnsspiel. England ist jetzt überlegen und zum Glück kommt die Halbzeit gerade recht.

Nach dem Seitenwechsel ist England weiterhin überlegen und die Fans machen sich schon Sorgen. Lampard trifft erneut die Latte und Neuer ist völlig konsterniert. England hat Chancen im Minutentakt und Deutschland kommt kaum aus der Abwehr heraus. In der 67. Minute schließt Thomas Müller einen Konter erfolgreich ab, hat kurz darauf noch mal eine Großchance und trifft dann in der 70. Minute erneut. Das war die Entscheidung. Dennoch hat England zwei weitere sehr gute Chancen. Taktisch, technisch und von der ganzen Spielanlage war die deutsche Mannschaft deutlich besser. Aber trotz allem bleibt es ein wenig glücklich, so deutlich gewonnen zu haben.


Foto: Jörn

England ist nach dem Abpfiff am Boden.


Foto: Susanne

Den deutschen Fans ist es egal. Es war ein packendes und hochklassiges Spiel gegen einen sehr guten Gegner und das wird völlig zu Recht bejubelt. Jetzt wartet im Viertelfinale Argentinien oder Mexiko.


03.07.2010 Argentinien - Deutschland 0:4

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Foto: Susanne

Deutschland sitzt vor den Bildschirmen und staunt. Mitten im südafrikanischen Winter werden die Argentinier eiskalt erwischt. Jetzt ist sie wieder da, die Favoritenrolle und man kann sich nur wünschen, das die Mannschaft sich die bisherige Lockerheit bewahren kann.


Foto: Dami

Schon in der 3. Minute köpft Thomas Müller das 1:0 und damit das zweitschnellste Tor, das Deutschland je bei einer WM gelungen ist. Die Gauchos sind geschockt und werden förmlich an die Wand gespielt.


Foto: Jörn


Foto: Susanne

Tempo und Spielwitz sind einfach zu viel für die Südamerikaner, die teilweise hilflos wirken. Die deutschen Jungspunde agieren im Stile einer Weltklassemannschaft. Wer das Spiel gegen England vielleicht noch als Ausnahmen angesehen hat, wird hier eindrucksvoll eines Besseren belehrt.


Foto: Verena

Behauptet man von den Südamerikanern, ballsicher und spielfreudig zu sein, so sind diese Attribute überwiegend vom jungen deutschen Team zu sehen.

Zur Halbzeit steht es immer noch 1:0, obwohl es einige gute deutsche Torchancen gegeben hat.


Foto: Ingrid G.

Das Spiel ist von Lauffreude und Fairness geprägt, wobei die deutsche Mannschaft sich auch ohne Ball viel mehr bewegt und insgesamt besser organisiert ist.


Foto: Manfred

Folgerichtig fällt in der 68. Minute das 2:0 durch Miroslav Klose, der nach wunderbarer Vorarbeit von Müller und Podolski nur noch den Ball über die Torlinie schieben muss.


Foto: Kerstin

Schon in der 74. Minute folgt das 3:0 nach genialer Vorbereitung durch Bastian Schweinsteiger ausgerechnet durch Arne Friedrich. Es ist sein erstes Tor für Deutschland im 78 Spiel. Inzwischen wirken die Argentinier völlig frustriert und das Spiel ist eigentlich gelaufen. Die die deutschen Jungs spielen, ohne das Tempo zu senken, munter weiter. Und dann schießt Klose in der 89. Minute auch noch das 4:0 und damit seinen 14. Treffer bei einer WM. Damit holt er Gerd Müller ein und kann auch noch den Rekord des Brasilianers Ronaldo knacken, der diese Liste mit 15 Treffern anführt. Denn es kommen ja auf jeden Fall noch zwei weitere Spiele. Nur schade, dass Thomas Müller im Halbfinale wegen seiner 2. gelben Karte gesperrt sein wird.


Foto: Verena

Die deutschen Fans sind begeistert und jubeln überall im Lande. Jetzt wird erst einmal gefeiert! Überall gibt es wieder Bilder wie bei der WM 2006 im eigenen Land.

Der Halbfinalgegner wird Europameister Spanien sein, der aber auch gegen Paraguay nicht wirklich begeistern konnte. Aber egal, wie dieses Spiel ausgehen wird. Die deutsche Mannschaft hat bereits jetzt so gute Spiele gezeigt, dass sie stolz auf ihre Leistungen sein kann. Und endlich wird auch im Ausland das deutsche Spiel wegen seiner Qualität und nicht wegen der Kampfkraft gelobt.


07.07.2010 Deutschland - Spanien 0:1

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Foto: Ira

Die Spanier kriegen das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.


Foto: Susanne

Und die deutschen Fans spielen mit Selbstmordgedanken.

Im Nachhinein betrachtet ist es kein Wunder, dass die junge deutsche Elf an den Erwartungen und ihren Nerven gescheitert ist. Zu hoch war der Druck, als dass die Nerven ein weiteres "Hurra"-Spiel zugerlassen hätten. Und so spielte Deutschland gegen eine technisch und taktisch glänzend eingestellte und gut organisierte spanische Mannschaft von Anfang an zu ängstlich und defensiv. So konnte es kaum überraschen, dass Spanien nicht nur die meiste Zeit über in Ballbesitz war, sondern sich auch in der deutschen Hälfte festsetzen konnte.


Foto: Barbara

 Nur Manuel Neuer ist es zu verdanken, dass es in der ersten Halbzeit kein Tor gab.


Foto: Kerstin

Die Spanier waren einfach besser. Besser organisiert, besser am Ball, besser in allen Belangen. In der zweiten Halbzeit konnte man das Bemühen der Deutschen spüren, etwas zu ändern. Doch viel ließ Spanien nicht anbrennen. Wenn Toni Kroos in der 69. Minute getroffen hätte, wäre möglicherweise der gesamte Spielverlauf auf den Kopf gestellt worden.


Foto: Dami

Doch kurz darauf brachte das 1:0 durch einen wuchtigen Kopfball von Puyol die Entscheidung in einem interessanten Spiel, das aber durch deutsche Schwächen geprägt war. Niemand außer dem Torwart brachte auch nur annähernd die Form der letzten Begegnungen.

 


Foto: Susanne

Die Spanier rennen, den Lorbeerkranz fest im Blick, Richtung Finale,


Foto: Susanne

während Deutschland bedröppelt hinterher schaut.


Foto: Susanne

Aber die deutsche Multi-Kulti-Truppe hat nicht nur viel mehr erreicht, als man ihr vor Turnierbeginn allgemein zugetraut hat. Sie hat vor allem durch ihr Auftreten und ihre erfrischende Spielweise sehr viel Respekt erworben.


Foto: Klaus

Und daher sollten sie das Spiel um den dritten Platz gegen Uruguay einfach nur genießen und dabei noch einmal ohne jeden Druck groß aufspielen. Das wäre doch ein wunderbarer Abschluss eines großartigen Turniers.


10-07.2010 Uruguay - Deutschland 2:3

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So, der Deckel ist auf dem Turnier. Zwei verlorene Spiele reichen nicht zum Weltmeistertitel, aber durchaus zur Verteidigung des dritten Platzes von 2006. Uruguay war ein unerwartet schwerer Gegner, weil sie mit aller Macht und allem möglichen Einsatz gewinnen wollten. Und doch war es ein sehr faires, wenn auch intensives Spiel.


Foto: Kerstin

Wer sonst als Thomas Müller schaltete im Strafraum am schnellsten, nachdem Bastian Schweinsteiger den uruguayischen Torhüter mit einem satten Fernschuss zu einem Abpraller zwang? Doch das 1:0 hielt nicht lange. Ausgerechnet der ansonsten wieder starke Schweinsteiger verliert im Mittelfeld den Ball, was Uruguay eiskalt zum Ausgleich nutzt.


Foto: Susanne

Durch eine beispiellose Einsatzbereitschaft spielt Uruguay nicht nur gut mit, sondern kommt in der Folge zu hochkarätigen Chancen und dann sogar zur Führung.


 

Doch die leicht veränderte deutsche Mannschaft zeigt Charakter und kommt zunächst durch Marcel Jansens Kopfball zum Ausgleich und kurz vor Spielende durch Khedira auch noch zum Sieg.


Foto: Barbara

Jetzt kann für die Spieler endlich der wohlverdiente Urlaub kommen. Jungs, das war ein geiles Turnier! Danke dafür.

Spanien ist dann in einem harten und spielerisch wenig überzeugenden Endspiel in der Verlängerung mit 1:0 gegen Holland Weltmeister geworden. Was der deutschen Mannschaft bleibt ist die Tatsache, dass sie den besten und attraktivsten Fußball des Turniers gespielt hat. Leider nicht in allen Spielen. Sie hat, so ist auf Grund ihrer Jugend zu erwarten, ihre große Zeit noch vor sich und neben der Bronzemedaille nimmt sie immerhin noch zwei weitere Auszeichnungen mit nach Hause: Thomas Müller wurde zum besten jungen Spieler und zum Torschützenkönig (5 Tore, 3 Vorlagen) gekürt.

Und ganz zum Schluss möchte ich mich bei allen bedanken, die mir diese ganzen tollen Fotos zur Verfügung gestellt haben!


Alle Ergebnisse

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(c) 2010  Gregor Jonas
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