(c) M. Kaswig; http://www.suchhunde.de Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors.

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Leitfaden

Erste Hilfe beim Hund
Notfallversorgung

Achtung - dies ist nur ein Leitfaden für den Notfall .......... Nur ein Tierarzt kann eine qualifizierte Diagnose erstellen und Ihren Hund gezielt und richtig behandeln - dieser Leitfaden kann, soll und darf keinesfalls einen Tierarztbesuch ersetzen

Dies ist nur ein Leitfaden für eine eventuelle Notfallversorgung. Dieser Leitfaden kann und darf keinesfalls die Konsultation eines Tierarztes, die Diagnose durch einen Tierarzt und die Behandlung durch einen Tierarzt ersetzen.

Inhalt, alphabetisch sortiert

 


Bissverletzungen

Bissverletzungen sollten innerhalb von 4 bis 6 Stunden durch einen Tierarzt versorgt werden. Obwohl diese kleinen, kaum erkennbare Wunden, verursacht durch die Zähne des angreifenden Hundes oft völlig "harmlos" aussehen, fallen Bissverletzungen unter "Gefährliche Verletzungen". Was nämlich nicht zu sehen ist, ist, dass durch den Biss die äußere Haut oft großflächig von der Unterhaut abgehoben wird und eine entsprechend große Wundhöhle entsteht. Hier kommt es in der Regel durch die eingedrungenen Bakterien zu mehr oder weniger massiven Infektionen - oft verbunden mit Fieber.
Untersuchen Sie daher nach Raufereien unbedingt die Haut nach Einbissstellen, schneiden Sie gegebenenfalls dazu die Haare vorsichtig weg, desinfizieren Sie das Wundgebiet und bringen Sie den Hund möglichst schnell zu Ihrem Tierarzt.

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Durchfall, akuter

Unter akutem Durchfall versteht man sehr dünnen Kot, eventuell mit Blut und/oder Schleim durchsetzt. Manchmal muss sich das Tier zusätzlich erbrechen. Geben Sie Ihrem Hund nichts zu fressen und halten Sie ihn warm. Bieten Sie ihm Trinkwasser mit etwas Traubenzucker versetzt an.
Macht der Hund einen schwachen, lethargischen oder in sich zurückgezogenen Eindruck, bringen Sie ihn umgehend zum Tierarzt.

Bei plötzlichem Durchfall des Hundes ist ebenfalls als erste Maßnahme der sofortige Futterentzug durchzuführen. Man kann dem Tier verdünnten schwarzen Tee anbieten.
Durch den Nahrungsentzug kann sich die geschädigte Darmschleimhaut wieder regenerieren. Nach 24-stündigem Fasten erhält der Hund eine Diät, bestehend aus Kartoffelbrei ohne Milch und Fett, oder aus gekochtem Hühnchen und Reis.
Dies gilt aber nur, wenn sich der Durchfall in dieser Zeit wieder gebessert hat. Bleibt er bestehen, wird immer wasserähnlicher oder weist sogar Blutbeimengungen auf, so sollte der Hund umgehend zum Tierarzt gebracht werden.

Länger dauernder Durchfall führt beim Tier wie beim Menschen zu schweren Elektrolytverlusten, die im schlimmsten Fall durch intravenöse Infusionen wieder ausgeglichen werden müssen. Besonders anfällig sind junge Hunde. Denken Sie auch daran, wenn Sie den Hund zum Tierarzt bringen, den Impfausweis mitzunehmen. Unter anderem äußert sich die sog. "Katzenseuche" des Hundes in schwerem blutigen Durchfall.
Aus dem Impfausweis kann der Tierarzt erkennen, ob der Hund einen ausreichenden Impfschutz hat.

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Medikamentenverabreichung

Tabletten

Der einfachste Weg seinem Hund Tabletten zu verabreichen, ist es dem Hund beizubringen, dass Tabletten etwas Positives sind.

Kein Hund hat Probleme damit, Vitamintabletten, Hundedrops und ähnliches zu fressen. Wir brauchen also unserem Hund nach einer Übung nur immer wieder mal Vitamintabletten als Belohnung geben, diese ab und zu einmal durch eine Kohletablette ersetzen und er wird im laufe der Zeit lernen alle angebotenen Tabletten als Belohnung zu empfinden. Dies setzt jedoch voraus, daß wir dies gezielt mit dem Hund üben und dies nicht erst dann, wenn er wirklich einmal Tabletten einnehmen muß.

Sie können versuchen Tabletten in Leberwurst, Dosenfutter oder ähnlichem zu verstecken und ihrem Hund anzubieten.

Meist funktioniert dieser Trick auch einige Male, jedoch haben die Hunde relativ schnell rausgefunden, daß man die Tablette auch wieder ausspucken kann.

Besser ist es deshalb, die Tablette in der Leberwurst zu verstecken, das Maul des Hundes zu öffnen und die Tablettenpackung tief in den Rachen zu schieben. Anschließend wird das Maul wieder zugehalten, bis der Hund geschluckt hat.

Sie können dies selbstverständlich auch ohne Leberwurst machen, dann sollte ihr Hund jedoch relativ stillhalten, damit sie die Tablette auch weit genug im Rachen plazieren können.

Tropfen/Salbe

 

Maul

Zur Verabreichung von Tropfen/Salbe wird einfach das Maul umfasst, die Lefze auf einer Seite heruntergezogen und in diese Lefzenfalte die Flüssigkeit eingeträufelt/der Salbenstrang eingegeben.

Der Hund wird anschließen automatisch die Flüssigkeit abschlucken bzw. die Salbe abschlecken.

Wenn Sie alleine Tropfen/Salbe verabreichen wollen, geht dies einfacher, indem Sie den Hund auf die Seite legen und die Tropfen/Salbe wie oben beschrieben einträufeln.

Sie können auch eine Spritze hierfür verwenden, dann aber darauf achten das die Flüssigkeit nicht in den Rachen hineingespritzt wird, sonst könnte diese in der Luftröhre landen.

 

Augen

Augentropfen sollten Sie grundsätzlich nur dem liegenden Hund verabreichen, da er hierbei bedeutend ruhiger ist und die Gefahr einer Augenverletzung bedeutend geringer ist. Verwenden Sie immer nur Spritzen oder Medikamententuben mit abgerundeter Spitze.

Das Lid wird leicht heruntergezogen und die Flüssigkeit eingeträufelt. Anschließend das Lid wieder schließen und bei Bedarf die Flüssigkeit oder Salbe, bei geschlossenem Lid, leicht verreiben.

Ohren

Ohrentropfen immer dem sitzenden Hund verabreichen, damit die Flüssigkeit auch das innere Ohr erreichen kann. Träufeln Sie die Flüssigkeit ein, halten Sie den Hund still und verschließen Sie das Ohr für einige Sekunden. Meist wird sich der Hund anschließend schütteln, was keineswegs schadet. Erstens wird hierbei die Flüssigkeit noch besser im Ohr verteilt und zweitens wird mit der heraus geschüttelten Flüssigkeit auch der Ohrendreck heraus geschüttelt.

Salbe immer nur mit den Fingern in das Ohr einreiben. Verwenden Sie hierfür keine Wattestäbchen, Sie könnten sonst das Innenohr verletzen. Salbe wird zudem meist für den äußeren Ohrbereich verwendet, so dass das Einmassieren mit den Fingern durchaus ausreicht.

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Erbrechen

Sollte sich der Hund gelegentlich erbrechen, ist das nicht unbedingt ein Grund zur Besorgnis.
Bedenklich ist es dagegen, wenn das Tier sich innerhalb kurzer Zeit mehrmals erbricht und auch ansonsten einen kranken Eindruck macht. Ist die Ursache nicht feststellbar, sollte wie bei jeder Form des Erbrechens auf jeden Fall sofort das Hundefutter entzogen werden, aber stellen Sie ihm frisches Wasser zur Verfügung.
Erbrechen kann auch ein Anzeichen für eine beginnende Infektion oder für eine Vergiftung sein.
Daher bei wiederholtem Erbrechen trotz Futterentzug das Tier in eine warme Decke wickeln und zum Tierarzt bringen.
Wenn Ihr Hund sich über längere Zeit erbricht, prägen Sie sich gut ein, wie er dies tut und wie das Erbrochene aussieht. So können Sie Ihrem Tierarzt über beides genaue Angaben machen.
Am besten nehmen Sie eine kleine Menge des Erbrochenen in einem Glas mit, damit der Tierarzt eine entsprechende Analyse durchführen kann.

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Erfrierungen und Unterkühlung 

Unterkühlung

Ein gesunder Organismus gleicht im allgemeinen starken Wärmeentzug durch Steigerung seines Stoffwechsels aus.

Unter Unterkühlung versteht man das Auskühlen des gesamten Körpers durch niedrige Außentemperaturen, nasse Körperoberfläche, Kreislaufversagen (Schock, Bewusstlosigkeit) und durch Aufnahme von kalten Wasser (unter 5°C).

Der Körper ist nicht mehr in der Lage, die Körpertemperatur selbst zu regulieren.

Bei niedrigen Außentemperaturen pumpt der Organismus weniger Blut in die oberflächlichen Gefäße, um ein Abkühlen des Blutes zu verhindern. Das Gewebe wird dadurch weniger stark durchblutet und es kommt zu einem lokalen Sauerstoffmangel. Es sind besonders Nase, Ohren, Extremitäten, männliche Geschlechtsorgane, Schwanzspitze und Schleimhäute des Magen- Darmtraktes betroffen.

Die Körperfunktionen verlangsamen sich, es tritt ein allgemeiner Sauerstoffmangel im Organismus ein, was in seltenen Fällen zum Tod des Tieres führen kann.

Erste Hilfe – Maßnahmen

 

Suchen Sie den Tierarzt auf.

Erwärmen Sie ein stark unterkühltes Tier nicht zu schnell bzw. setzten Sie es nicht zu starker Hitze aus (Heizkissen) da sonst durch plötzliches Erwärmen der oberflächlichen Blutgefäße die Durchblutung lebenswichtiger innerer Organe beeinträchtigt wird: Lebensgefahr.

Erfrierung

Unter Erfrierung versteht man eine Schädigung des Gewebes durch Kälte. Erfrierungen werden gefördert durch Einwirken von Feuchtigkeit (Nasenerfrierung) und Wind. Besonders gefährdet sind Nase, Ohren, Extremitäten, männliche Geschlechtsorgane, Schwanzspitze.
Die betroffenen Hautbezirke fühlen sich kalt an, sind blass und unempfindlich.

Abhängig vom Grad der Erfrierung kehrt das Gefühl nach Erwärmen zurück und die Haut verfärbt sich rötlich.

Einteilung der Erfrierungen

Die Veränderungen sind denen, die bei Verbrennungen beobachtet werden sehr ähnlich.

Erfrierung ersten Grades
nach Wiedererwärmung kommt es zu Rötung, Anschwellung, Juckreiz und leichten Schmerzen an den Hautareale

Erfrierung zweiten Grades
Sofort oder nach einigen Stunden kommt es zur Blasenbildung, die aber meist ohne Narbenbildung abheilen.

Erfrierung dritten Grades
Es kommt zum Absterben der Haut, es bilden sich blaurote Blasen aus, die Haut löst sich mehr oder weniger ab.

Erste Hilfe – Maßnahmen

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Erstickungsanfall

Handeln Sie sofort.

Einen kleinen Hunden heben Sie an den Hinterbeinen hoch und schwingen ihn vorsichtig ein paar mal hin und her.

Einen großen Hund umfassen Sie um den Brustkorb, heben ihn hoch so dass der Kopf nach unten hängt und lassen ihn kurz ruckartig nach unten ohne ihn dabei fallen zu lassen.

VORSICHT – große Hunde nicht an den Hinterbeinen hochheben, da Sie ansonsten dessen Hinterbeine auskugeln könnten.

Erstmaßnahmen

Wenn diese Methoden nicht zum Erfolg führen, wenden Sie den Heimlichschen Handgriff an.

Legen Sie den Hund auf die Seite.

Kleine Hunde

Große Hunde

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Erstmaßnahmen bei Unfällen

Bei einem Unfall bzw. nach einer Beißerei sollten Sie unbedingt ihrer Hund sofort anleinen. Oftmals stehen die Hunde unter Schock und reagieren erst ganz normal bis der Schock nachlässt. Spürt der Hund dann die Schmerzen reagiert er meist unkontrolliert. Einen panischen Hund wieder einzufangen und zu untersuchen wird extrem schwierig. Verlassen Sie sich keinesfalls darauf, dass ihr Hund sonst sehr folgsam ist – ihr Hund befindet sich in einer Extremsituation und wird auch so reagieren.

Bei der Untersuchung des Hundes wird in der gleichen Reihenfolge vorgegangen wie beim Menschen

  1. Überprüfung der Atmung
  2. Überprüfung des Pulses
  3. Ausschluss von Wirbelsäulenverletzungen
  4. Stoppen bedrohlicher Blutungen
  5. Versorgung offener Brüche
  6. Schockbehandlung

Wenn Sie mal wieder einen Erste Hilfe Kursus besuchen, wird Ihnen dieses Wissen nicht nur Ihnen sondern auch bei einem eventuellen Unfall ihrem Hunde weiterhelfen.

Beatmung und Herzmassage dürfen nur durchgeführt werden, wenn sichergestellt ist, dass keine Atmung und kein Puls mehr vorliegen und wenn der Hund ohne ihr Eingreifen keine Überlebenschance mehr hat.

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Maulschlinge

Es ist oftmals angebracht, ihrem Hund eine Maulschlinge anzulegen, damit Sie selber nicht gebissen werden können. ACHTUNG – wenn ihr Hund Schmerzen hat, reagiert er nicht mehr normal. Wenn er Sie dann beißt, ist dies eine reine, vollkommen normale Abwehrreaktion. Nur wenige Hunde mit äußerst gutem Verhältnis zu ihrem Rudelführer lassen sich auch in Extremsituationen diese Untersuchung gefallen.

Wenn Sie mit ihrem Hund die Maulschlinge vorher üben, wird er diese im Unglücksfall als nicht ganz so schlimm empfinden. Jeder Hund sollte zudem an einen Maulkorb/Maulschlinge gewöhnt werden, um ihm den psychischen Stress zu ersparen, wenn ihm einmal ein Maulkorb angelegt werden muss (z.B. im Urlaub im öffentlichen Gebäuden Italien/Österreich etc. oder beim Tierarzt)

Eine Maulschlinge macht jedoch nur dann einen Sinn, wenn sie fest genug angelegt wird, d.h. der Hund kann sein Maul nicht mehr öffnen und er kann sie nicht abstreifen.

Sie dürfen ihrem Hund jedoch auf keinen Fall eine Maulschlinge anlegen, wenn der Verdacht auf Vergiftungen mit ev. Erbrechen, Bewusstlosigkeit, oder Fremdkörper im Rachenraum besteht.

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Kreislaufkontrolle

Den Kreislauf des Hundes ihres Hundes sollten Sie von Zeit zu Zeit kontrollieren, um den normalen Kreislaufzustand ihres Hundes zu kennen. Nur so können Sie bei etwaigen Krankheitssymptomen Veränderungen des Kreislaufs feststellen.

Um den Kreislauf des Hundes zu kontrollieren, wird eine einfache Blutdruck und Pulskontrolle durchgeführt.

Zwei Möglichkeiten bestehen auch für den Laien den Kreislauf des Hundes zu kontrollieren.

Ziehen Sie ein Lid des Hundes leicht nach unten und kontrollieren Sie die Färbung der Bindehaut. Die normale Färbung der Bindehaut sollte rosa sein. Dunkelrote Färbung der Bindehaut deutet auf hohen Blutdruck - blassrosarote Färbung auf niedrigen Blutdruck.

Beide Aussagen sind jedoch mit Vorsicht zu bewerten. Viele Hunderassen leiden an einer chronischen Bindehautentzündung (dunkelrot), bedingt durch das zuchtbedingte Herabhängen der Augenlider. Die Bindehaut wird bei diesen Rassen ständig gereizt und entzündet sich somit dauernd. Abhilfe kann hier nur eine Operation verschaffen.

Die zweite Möglichkeit ist sicherer, jedoch bei manchen Hunden nur schwer zu erkennen.

Öffnen Sie leicht das Maul des Hundes und drücken Sie mit einem Finger kurz aber kräftig auf das Zahnfleisch und lassen Sie dann schnell wieder los. Die Druckstelle sollte sich durch den Druck weiß färben und anschließend relativ schnell wieder die ursprüngliche Färbung annehmen. Langsames Füllen der Druckstelle deutet auf niedrigen Blutdruck, extrem schnelles Füllen auf hohen Blutdruck.

Schwierig wird diese Methode bei Hunden mit schwarzem oder sehr dunklem Zahnfleisch.

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Pulskontrolle

Der Puls des Hundes liegt in der Regel bei 70 bis 160 Schlägen pro Minute. Bei Welpen kann die Pulsfrequenz durchaus bis 220 pro Minute betragen.

Auch hier ist eine sporadische Pulskontrolle Voraussetzung für eine konkrete Pulsbestimmung im Krankheitsfall. Hierbei sollten Sie den Puls in Ruhe, nach Bewegung, in Aufregung etc. messen um den normalen Puls ihres Hundes zu kennen.

Falls Sie Unregelmäßigkeiten im Pulsschlag feststellen – dies ist im Gegensatz zum Menschen beim Hund durchaus normal.

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Herzmassage

Falls kein Puls mehr fühlbar ist, müssen Sie sofort mit der Herzmassage beginnen. Sie erreichen damit, dass die lebenswichtigen Organe weiterhin mit Blut / Sauerstoff versorgt werden.

Kleinsthunde

Legen Sie ihren Hund auf die rechte Seite. Das Herz ist links, also muss die linke Seite des Hundes oben liegen, um eine Herzmassage durchführen zu können.

Kleine Hunde

Legen Sie ihren Hund auf die rechte Seite. Das Herz ist links, also muss die linke Seite des Hundes oben liegen, um eine Herzmassage durchführen zu können.

 

große Hunde

Legen Sie ihren Hund auf den Rücken.

 

 

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Atemstillstand

Bei einem Atemstillstand ihres Hundes müssen Sie sofort handeln. Da die lebenswichtigen Organe nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, entstehen dauernde Schäden.

Handeln Sie nicht wird es zwangsläufig zudem auch zu einem Herzstillstand kommen.

wenn sie Glück haben setzt nach diesen Maßnahmen die Spontanatmung des Hundes wieder ein, da die Atemwege nun nicht mehr blockiert sind.

Führt dies noch nicht zum Erfolg, müssen Sie mit der Beatmung (Mund – zu – Nase) beginnen.

  1. drücken Sie das Maul des Hundes zu (Zunge darf nicht mehr heraushängen)
  2. legen Sie dann Ihren Mund auf die Nasenlöcher des Hundes
  3. blasen Sie kräftig und konstant Luft in seine Nase, bis sich der Brustkorb des Hundes ausdehnt (bei zu kräftigen Luftstößen kann es dazu kommen, dass Sie nicht in die Lunge sondern in den Magen des Hundes beatmen)
  4. achten Sie darauf ob sich der Brustkorb des Hundes beim Beatmen ausdehnt
  5. wiederholen Sie diesen Vorgang mehrere Male

Falls keine Spontanatmung einsetzt und kein Puls mehr fühlbar ist, müssen Sie mit der Herz-, Lungen- Wiederbelebung fortfahren

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Herz- Lungen- Wiederbelebung

Wenn Sie dies allein durchführen müssen, gehen Sie folgendermaßen vor

Dies wird solange durchgeführt bis Hilfe kommt oder der Hund wiederbelebt ist, d.h. Atmung und Puls setzen wieder spontan ein.

Wenn Sie dies zu zweit durchführen müssen, gehen Sie folgendermaßen vor

Dies wird solange durchgeführt bis Hilfe kommt oder der Hund wiederbelebt ist, d.h. Atmung und Puls setzen wieder spontan ein.

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Schockbehandlung

Beim Schock werden in der Hauptsache nur noch die lebenswichtigen Organe genügend durchblutet. Dies führt zum Sinken des Blutdrucks, zur Minderdurchblutung des Kopfes und zur Auskühlung der Haut.

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Bedrohliche Blutungen

Bedrohliche Blutungen werden beim Hund genauso wie beim Mensch mit einem Druckverband gestillt.

Ideal ist es, wenn Sie das notwendige Verbandsmaterial zur Verfügung haben. Bei einem Autounfall bitten Sie den beteiligten Autofahrer darum. Sie benötigen dafür eine Wundauflage, ein oder zwei Verbandspäckchen und eine Mullbinde oder ein Dreiecktuch.

Meist hat man aber kein Verbandsmaterial dabei. Sie müssen sich also mit dem behelfen, was Sie zur Verfügung haben. Notfalls kann ein Halstuch das Dreiecktuch ersetzen und ein zusammen gelegtes Taschentuch zusammen mit einem Feuerzeug das Verbandspäckchen.

Druckverbände dürfen nur bei Blutungen angewendet werden, bei denen sich keine Fremdkörper in der Wunde befinden. Fremdkörper niemals aus der Wunde herausziehen, es könnten sonst noch größere Blutungen entstehen.

oder

oder

Sollte dies nicht dazu führen, dass die Blutung gestoppt wird, lockern Sie notfalls nochmals den Verband und umwickeln Sie noch strammer.

Abbindungen sollten nicht mehr durchgeführt werden, da diese zu nicht unerheblichen Nebenwirkungen führen können. Haben Sie dennoch abgebunden, lockern sie bitte niemals die Abbindung, merken Sie sich den Abbindzeitpunkt und teilen Sie diesen dem Tierarzt mit.

Befindet sich ein Fremdkörper in einer Wunde, lassen Sie diesen in der Wunde. Durch den Fremdkörper werden oftmals Blutgefäße verschlossen. Ziehen Sie den Fremdkörper heraus, werden diese Verschlüsse geöffnet und es entstehen noch größere Blutungen. Fixieren Sie den Gegenstand mit einem Tuch, damit sich seine Lage nicht verändern kann.

Lassen Sie auch kleinere Wunden bei ihrem Hund untersuchen, wenn diese durch eine Beißerei mit einem größeren Hund entstanden sind. Durch das Schütteln löst sich beim kleineren Hund oftmals die Haut unter der Bissstelle großflächig, so dass im Gewebe bis zu Handteller große Ablösungen mit der entsprechenden Infektionsgefahr entstehen können. Hier muss meist eine Drainage gelegt werden.

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offene Brüche

Da geschlossene Brüche nur sehr schwer zu diagnostizieren sind, beschränkt sich die Notfallversorgung hier nur auf offene Brüche. Von einem offenem Bruch spricht man, wenn der gebrochene Knochen aus der Haut heraus sichtbar ist.

 

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Fiebermessen

Die normale Körpertemperatur des Hundes liegt bei 38,3 bis 39 Grad. Jüngere Hunde haben oft eine etwas höhere Temperatur.

Fieber grundsätzlich beim Hund nur rektal messen. Verwenden Sie am besten ein digitales Fieberthermometer.

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Hausapotheke

Ihre Hausapotheke sollte zur Notfallversorgung Ihres Hundes folgendes enthalten:

Verwenden Sie nicht die Medikamente, die Ihnen Ihr Hausarzt für Sie selber verschrieben hat, für Ihren Hund:

sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt die benötigten Medikamente für Ihren Hund vorher mit Ihm ab.

VORSICHT –

der unsachgemäße Gebrauch von Medikamenten, die nicht extra für Ihren Hund bestimmt sind, kann zu schweren Nebenwirkungen und Schäden führen,

aus diesem Grund sind bewusst keine Medikamente für die entsprechenden Krankheitsbilder aufgeführt.

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Hitzschlag

Kein Hund sollte im Sommer im geparktem Auto längere Zeit verbleiben. Die Temperatur kann hier innerhalb kürzester Zeit auf über 55 Grad steigen – auch bei geöffneten Fenstern.

Auch zuviel Bewegung an heißen Tagen kann sehr schnell zum Hitzschlag führen. Manche Hunderassen sind zudem gefährdeter als andere (z.B. alle Hunderasse mit verkürztem Maul und flacher Nase, langhaarige Rassen, übergewichtige und ältere Hunde).

Anzeichen

Erstmaßnahmen

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Insektenstiche

Insektenstiche erkennt man oft an dem plötzlich auftretenden Schmerz sowie den nachfolgenden Schwellungen und Verfärbungen der Haut. Folgendes können Sie tun: Wird der Hund in den Hals gestochen, kann dies zu Atembeschwerden führen. Legen Sie dem Hund Eisbeutel, umwickelt mit einem Handtuch, auf den Kehlgang. Das Tier sollte sich dann möglichst wenig bewegen und im Kühlen bleiben.

Sie sollten mit Ihrem Hund einen Tierarzt aufsuchen, wenn die Schwellungen länger als eine Stunde anhalten bzw. wenn sich der Stich im Gesichts- oder Nackenbereich Ihres Hundes befindet.
Manche Hunde reagieren allergisch auf Insektenstiche, dann müssen Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen.

Sorgen Sie wenn möglich dafür, dass die Zunge des Tieres nicht nach hinten rutscht und die Luftwege frei bleiben.

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Krampfanfälle

Wenn sich Ihr Hund plötzlich in unkontrollierten Bewegungen windet, hat er einen Krampfanfall. Die Symptome können ebenso wie die auslösende Ursache (Epilepsie, Herzversagen, Tumore etc.) recht unterschiedlich sein:
Als erstes sollte für absolute Ruhe im Raum gesorgt werden. Nehmen Sie dem Hund zuerst sein Halsband ab, und stellen Sie sicher, dass er sich nicht an irgendwelchen Gegenständen verletzt (z.B. Kamin, Treppen, wackelige Tische). Helfen Sie ihm beim Atmen, indem Sie den Kopf fest und den Nacken gestreckt halten. Stecken Sie nicht Ihre Finger in das Maul des Hundes.
Halten Sie die Symptome vor, während und nach dem Anfall schriftlich fest, und informieren Sie sobald wie möglich den Tierarzt.

Bei bewusstlosen Hunden ist zu beachten, dass die Luftwege frei bleiben. Der Kopf sollte nach unten gebeugt sein, damit Erbrochenes nicht in die Luftröhre gelangt. Auch muss man darauf achten, dass die Zunge nicht nach hinten rutscht und ebenfalls die Atmung erschwert. Zum Transport wird der Hund vorsichtig auf eine Decke gelegt und umgehend zum Tierarzt gebracht.

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Magendrehung

Eine Magendrehung tritt häufig bei größeren Hunden auf, die mit vollem Magen von oben nach unten springen (z.B. aus dem Auto). Der Magen dreht sich um seine eigene Achse, sein Inhalt kann sich nicht mehr in den Dünndarm entleeren. Gase sammeln sich an und können nicht mehr entweichen. Der Magen drückt auf die anderen Organe, es entsteht Atemnot. Die untere Hohlvene, welche das Blut zum Herzen zurücktransportiert, wird zudem abgedrückt.

Bei einer Magendrehung müssen Sie mit ihrem Hund sofort zum Tierarzt.

Anzeichen

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Stromschlag

ACHTUNG – oftmals erscheint der Hund nach einem Stromschlag erholt, die Schäden (Herzrythmus-störungen, Füllen der Lunge mit Wasser) treten oft erst nach Tagen auf.

Anzeichen

Erstmaßnahmen

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Transport zum Tierarzt

Haben Sie die Telefonnummer eines Tierarztes im Kopf und ist dieser auch gerade erreichbar, wenn ihrem Hund etwas passiert ist?

Unfälle ereignen sich immer dann, wenn man nicht damit rechnet. Wenn Zuhause etwas passiert, können Sie im Telephonbuch nachschlagen, draußen können Sie froh sein überhaupt eine Telephonzelle zu finden.

Deshalb sollten Sie sich die Telefonnummer ihres Tierarztes bzw. die des Tierärztlichen Notdienstes notieren und bei sich führen.

Bei schweren Unfällen ist es sicherlich ratsam den Tierarzt vorab zu informieren, damit er sich auf den Notfall einstellen kann und somit keine wertvolle Zeit verloren geht.

Trotz aller Aufregung, fahren Sie so dass Sie niemand anderen und auch sich selber und ihren Hund nicht gefährden – langsam ist oftmals sicherer und effektiver. Bewahren Sie Ruhe auch wenn es schwer fällt.

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Verbrennungen

Verletzungen durch Verbrennungen entstehen durch direkten Kontakt von Körperoberflächen mit Feuer, heißen Gegenständen (heiße Metalle, Herdplatten, frisch asphaltierte Straße), Flüssigkeiten (Wasser, Öl aus dem Kochtopf), Gasen (heißer Dampf) oder Elektrounfälle. 

Anzeichen

Um den Schweregrad einer Verbrennung festzustellen muss man folgende Faktoren in Betracht ziehen:

Wie ist die Verbrennung entstanden?

Flüssigkeiten und Feuer verursachen die schlimmsten Verbrennungen:

Dauer des Kontaktes?

Je länger das Tier den heißen Gegenständen ausgesetzt ist, um so schwerer und tiefer sind Gewebsstrukturen beschädigt. So muß z.B. eine Temperatur von 44°C 6 Stunden auf die Haut einwirken, um die gleiche Schädigung hervorzurufen wie Temperaturen von 51°C über 3 min.

Größe und Sitz der Verbrennung

Verbrennungen am Kopf können schwerwiegende Folgen haben, besonders wenn Auge, Maul und Nase mitbetroffen sind. Besonders gefährlich sind Verbrennungen bei Jungtieren und älteren Tieren.

Schwere der Verbrennung

Es werden je nach Größe und Tiefe der Wunde Verbrennungen in drei Grade unterteilt:

Verbrennung ersten Grades

Entsteht durch lokale Erhitzung der Haut, bei Temperaturen von 45-50°C. Diese Art der Verbrennung ist relativ ungefährlich, wenn nicht mehr als 5% der Körperoberfläche betroffen sind. Die Haut verfärbt sich rötlich, schwillt an und das Tier verspürt Schmerzen. Sie heilt meist in wenigen Tagen von selbst ab.

Verbrennung zweiten Grades

Entsteht bei höheren Temperaturen oder wenn das Tier über einen längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt ist. Es bilden sich Brandblasen auf den oberen Hautschichten aus, die mit Blutserum gefüllt sind. Die Heilung dauert länger, da erst neue Hautschichten gebildet werden müssen.

Verbrennung dritten Grades

Entsteht durch intensive Hitzeeinwirkung, bei der eine schmerzlose Totalzerstörung der Haut die Folge ist. Betroffene Gewebestrukturen sterben ab und es kommt zur Ausbildung sogenannten Barndschorfs. Die Heilung verläuft sehr langsam und geht mit einer deutlichen Narbenbildung einher.

Folgen einer Verbrennung können sein:

Erste Hilfe - Maßnahmen

Lokale Verbrennungen  

Abhängig vom Schweregrad und Ausmaß (spätestens ab zweiten Grad) sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.
Verwenden sie KEINE Salben, Öle oder Butter und stechen sie die Brandblasen NICHT auf!

 

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Vergiftungen

Bei Vergiftungen ist es für den Laien sehr schwierig eine richtige Diagnose zu stellen. Einziges sicheres Anzeichen ist, wenn Sie selber sehen, dass der Hund Gift frisst.

Helfen kann in jedem Fall nur der Tierarzt, deshalb sind hier nur Hinweise auf eine Vergiftung genannt.

unklare Vergiftung

Anzeichen

Erstmaßnahmen

Rattengift

Dicumarolvergiftungserscheinungen treten erst 3-5 Tage nach der Giftaufnahme auf. Der Hund wird schlapp, blutiger Speichel und blutiger Urin bzw. Kot. Durch den Wirkstoff wird die Blutgerinnung aufgehoben, dadurch verblutet der Hund an kleinsten Wunden. Der Tierarzt wird Vitamin K1 als Gegenmittel einsetzen. Bei rechtzeitiger Behandlung sind die Aussichten relativ gut.

Thalliumvergiftungserscheinungen setzen erst sehr spät ein. Die Haare gehen büschelweise aus, er erbricht manchmal, Durchfall und Ausschlag. Langwierige Behandlung.

Schneckenkorn

Uncharakteristische Symptome wie Unruhe, Erbrechen und Krämpfe. Heftiger Verlauf.

Säurevergiftung

Starker Brechreiz, starke Reizung der Rachenschleimhaut, Kaffeesatzerbrechen, Kreislaufkollaps

Kein Erbrechen provozieren, da hierbei nochmals die Speiseröhre verätzt würde. Vorsicht bei der Wasseraufnahme, diese kann zum Erbrechen führen. Schützen Sie ihre Hände.

Laugenvergiftung

Starkes Erbrechen, glasige Veränderung der Speiseröhre, bräunliches Erbrechen, Kreislaufkollaps. Kein Erbrechen provozieren, ev. Kohletabletten. Schützen Sie ihre Hände.

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weitere Tipps

 

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